Charterbedingungen

Charterbedingungen

1. Vercharterer

  1. Vercharterer ist der Hausbooteigner gemäß Chartervertrag (siehe unter „Vercharterer“).

2. Reservierung

  1. Eine Reservierung und ein Vertrag werden nur gültig: wenn der Vercharterer den vom Charterer unterzeichneten Vertrag erhalten hat und wenn der Charterer den vom Vercharterer unterzeichneten Vertrag bekommen hat.
  2. Die Buchungsanfrage hält der Vercharterer 3 Tage aufrecht. Mit Eingang des unterschriebenen Vertrages und mit Eingang Ihrer Zahlung wird Ihre Buchung fest. Buchungen, die vom Charterer nicht innerhalb von 3 Tagen entsprechend bestätigt werden, werden durch das Buchungssystem automatisch gelöscht.

3. Rücktritt

  1. Der Rücktritt vom Vertrag muss schriftlich erfolgen.
  2. Die Zahlungspflicht bleibt in vollem Umfang bestehen. Es wird daher der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung empfohlen. Diese kann bei uns innerhalb einer Woche nach Abschluss des Chartervertrages abgeschlossen werden.
  3. Wird eine Ersatzmiete gefunden, erfolgt eine Aufrechnung.
  4. Der Charterer kann jedoch von diesem Vertrag innerhalb von zwei Wochen nach Vertragsabschluss zurücktreten, falls der Rücktrittstermin nicht näher als acht Wochen vor dem Übergabetermin liegt.
  5. Bei Rücktritt wird grundsätzlich eine Bearbeitungsgebühr von 100 Euro in Rechnung gestellt.

4. Pflichten des Vercharterers

  1. Der Vercharterer verpflichtet sich das gemietete Hausboot zum Charterbeginn dem Charterer sauber, mit gefüllten Tanks für Wasser und Treibstoff, sowie einer gefüllten Gasflasche zu übergeben. Kann der Vercharterer, auch ohne sein Verschulden, das Hausboot oder ein gleichwertiges Hausboot nicht zu Charterbeginn übergeben, so ist er zur zeitanteiligen Rückzahlung der Chartergebühr ohne Abzug verpflichtet. Kann das gecharterte oder ein gleichwertiges Hausboot bei einwöchiger Charterdauer nach Ablauf von 24 Stunden nach dem Beginn der Charterzeit und bei mehrwöchiger Charter nach Ablauf von 48 Stunden, nicht übergeben werden, so ist der Charterer berechtigt, durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vercharterer vom Vertrag zurückgetreten. Macht er von diesem Recht Gebrauch, ist die gesamte Chartergebühr zur Rückzahlung fällig. Weitergehende Ersatzansprüche sind nur bei grobem Verschulden des Vercharterers möglich.
  2. Treten während der Mietzeit ohne Verschulden des Charterers Schäden oder Ausfälle am Chartergegenstand auf, die eine Fortsetzung des Törns nicht gestatten, so hat der Vercharterer nach Bekanntwerden der Sache innerhalb von 24 Stunden den Mangel abzustellen oder dem Charterer ein gleichwertiges Hausboot zur Verfügung zu stellen. Sofern diese Regelung nicht innerhalb von 24 Stunden vom Vercharterer ermöglicht wird, ist der Charterer berechtigt den Törn zu beenden und den Chartergegenstand an den Vercharterer am Ort der Havarie bzw. des Ausfalls zurückzugeben. Der Vercharterer verpflichtet sich zur anteiligen Rückerstattung der Chartergebühr. In diesem Fall gilt eine Abrechnung nach Betriebskostenpauschale als vereinbart.
  3. Der Vercharterer und der Charterer verpflichten sich, an einer ausführlichen Einweisung und gleichzeitiger Kontrolle aller technischen Funktionen und Prüfung des Vorhandenseins aller Ausrüstungsgegenstände ohne Zeitdruck teilzunehmen und ein hierüber zu errichtendes Protokoll zu unterzeichnen. Damit bestätigt der Charterer die ordnungsgemäße Übergabe des Hausbootes nach Maßgabe des Protokolls. Danach sind weitere Einwendungen des Chartergastes über Ausrüstung und Tauglichkeit des Hausbootes ausgeschlossen.
  4. Falls Teile der Ausrüstung vom Vercharterer beschädigt oder verloren wurden, ohne dass sofortiger Ersatz möglich ist, kann der Chartergast nur zurücktreten oder Minderung verlangen, wenn das Hausboot in seiner Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt ist.
  5. Für das gecharterte Hausboot besteht eine Haftpflicht- sowie eine Kaskoversicherung. Die Kaskoversicherung ist mit einer Selbstbeteiligung (siehe Chartervertrag) pro Schadenfall abgeschlossen. Die Prämie für die Kaskoversicherung ist in der Chartergebühr enthalten.

5. Kaution

  1. Der Charterer hinterlegt vor Übernahme des Hausbootes eine Kaution in Höhe der Selbstbeteiligung, der Versicherung vom Hausbboot (siehe Chartervertrag). Der Vercharterer kann einen Teil des Betrages oder den Gesamtbetrag einbehalten, wenn Schäden an dem Hausboot verursacht wurden, oder wenn das Hausboot im stark verschmutzen Zustand zurückgegeben wird, wenn die Ausstattung verloren, gestohlen oder beschädigt ist, oder einem Dritten Schaden zugefügt wurde, so dass die Haftung des Vercharterers als Besitzer des Hausbootes in Anspruch genommen wird.

6. Pflichten des Charterers

  1. Voraussetzungen: Der Charterer versichert, die notwendigen Kenntnisse und Erfahrungen, die für die Durchführung des von ihm geplanten Törns erforderlich sind, zu besitzen und den Motorbootführerschein Binnen oder den Charterschein (Floß und Classic sind Führerscheinfrei) zu haben. Eine Kopie des Führerscheins ist bei Buchung dem Vertrag beizulegen sowie bei Übernahme des Hausbootes im Original vorzulegen. Der Vercharterer behält sich das Recht vor, dem Charterer die Verfügung über das Hausboot zu verweigern, für den Fall, dass dieser nicht die vorausgesetzte Eignung gemäß der deutschen Binnenschifffahrtsstraßenordnung besitzt. In diesem Fall wird der Chartervertrag zum Nachteil des Charterers aufgekündigt. Die Chartergebühr ist trotzdem fällig, es sein denn, der Vercharterer findet einen Ersatzcharterer. Dann wird nur eine Bearbeitungsgebühr von 100 Euro fällig.
  2. Benutzung: Der Charterer verpflichtet sich, das Hausboot wie sein Eigentum nach den Regeln guter Seemannschaft zu behandeln und zu handhaben. Den Vorschriften von Behörden muss Folge geleistet werden. Der Charterer ist im Falle einer Gesetzesübertretung, selbst unwillentlicher Art, den Behörden gegenüber persönlich haftbar.
  3. In den Räumen besteht absolutes Rauchverbot. Der Charterer verpflichtet sich das Rauchverbot einzuhalten.
  4. Der Charterer verpflichtet sich Haustiere nur an Bord zu lassen, wenn dies im Chartervertrag ausdrücklich vereinbart wurde.
  5. Der Charterer haftet für alle Schäden an Hausboot und Ausrüstung, auch für Folge- und Ausfallschäden, die von ihm oder seiner Crew verursacht werden, nicht auf normalen Verschleiß zurückzuführen sind und nicht von den Versicherungen reguliert werden.
  6. Der Charterer verpflichtet sich, nur die Höchstzahl an Personen, entsprechend der Kojenzahl, an Bord zu nehmen, das Hausboot nur zu Vergnügungsfahrten zu benutzen und keine Wettfahrten mit ihm durchzuführen. Der Charterer wird andere Hausboote nur im Notfall schleppen und das Hausboot nur im Notfall schleppen lassen und dies auch nur mit eigener Trosse, um hohe Bergungskosten zu vermeiden.
  7. Weiter verpflichtet sich der Charterer Grundberührungen dem Vercharterer sofort und bei der Rückgabe des Hausbootes zu melden und bei Meldung schlechter Wetterverhältnisse nicht mehr auszulaufen bzw. den nächstgelegenen Hafen oder eine sichere Ankerbucht aufzusuchen.
  8. Treten während der Charterperiode Schäden am Hausboot auf, so hat der Charterer den Vercharterer sofort telefonisch zu informierten, um mit ihm die Zweckmäßigkeit der Reparatur abzustimmen.
  9. Der Charterer muss Reparaturen an Schäden, die während eines Törns auftreten, veranlassen, wenn die Besatzung gefährdet ist, die Seetüchtigkeit des Hausbootes beeinträchtigt ist, der Schaden größer werden kann oder die pünktliche Rückkehr gefährdet ist.
  10. Unfälle und Havarien müssen umgehend der nächsten Hafen- oder Polizeibehörde gemeldet werden. Dabei sind die Personalien, sowie Schiffstypen und die Namen aller Havariebeteiligten festzuhalten. Der Charterer fasst darüber einen kurzen schriftlichen Bericht mit Skizze ab, den alle Havariebeteiligten unterzeichnen. Dieser Bericht wird bei der Rückkehr dem Vercharterer übergeben. Erfüllt er diese Verpflichtung nicht, kann er für den Havarieschaden haftbar gemacht werden
  11. Kosten für die Behebung von Verschleißschäden und nicht verschuldeter Schäden werden gegen Quittung vom Vercharterer erstattet. Die ausgewechselten Teile sind dem Vercharterer zu übergeben. Der Vercharterer muss aber auch hier vor einer Reparatur unterrichtet werden.
  12. Alle anderen Schäden, sowie Aufwendungen für abhanden gekommene Ausrüstungsgegenstände trägt der Charterer, soweit nicht von einer Versicherung Ersatz geleistet wird. In solchen Fällen ist der Vercharterer berechtigt bei Rückgabe des Hausbootes die Kaution ganz oder teilweise einzubehalten bzw. einen Vorschuss zu verlangen. Weitergehende Ersatzansprüche des Vercharterers sind nicht ausgeschlossen, z.B. wenn eine Havarie oder vom Chartergast zu verantwortende versteckte Mängel verschwiegen werden.

7. Navigation und Navigationsgrenzen

  1. Das Hausboot darf nur auf Binnengewässern gefahren werden. Der Skipper muss ausreichende Revierkenntnisse im Chartervertrag bestätigen bzw. eine Revierschulung absolvieren.

8. Rückgabe

  1. Die gesamte Törnplanung muss so gestaltet werden, insbesondere die Rückreise so angetreten werden, dass auch bei widrigen Umständen die rechtzeitige Ankunft im Ausgangshafen gewährleistet ist. Sollte dennoch aus unvorhersehbaren Gründen die rechtzeitige Rückkehr voraussichtlich nicht möglich sein, ist der Vercharterer sofort telefonisch oder per Mail zu informieren.
  2. Die Rückgabe des Hausbootes ist abgeschlossen, wenn der Charterer seine persönlichen Dinge von Bord genommen hat und der Vercharterer das Hausboot und die Ausrüstung nach Prüfung auf Vollständigkeit und Unversehrtheit im Ausgangshafen abgenommen hat. Hiervon wird ein Protokoll erstellt, das nach Unterzeichnung durch den Charterer und den Vercharterer verbindlich ist.

9. Verspätete Rückgabe

  1. Rückgabe:
    Die Rückgabe des Schiffes erfolgt verbindlich zu den in der Auftragsbestätigung angegebenen Terminen, Uhrzeiten und Orten. Die Rückgabe sollte unbedingt pünktlich erfolgen, da ansonsten ein ordentlicher Ablauf der folgenden Übergaben nicht gewährleistet werden kann. Bei verspäteter Rückgabe berechnet der Vercharterer 25,- € pro angefangener Stunde als Vertragsstrafe.
  2. Darüber hinaus trägt der Charterer die dem Vercharterer und der Nachfolgecrew entstandenen zusätzlichen Kosten, wie Hotel, Porto, Telefongebühren, etc.
  3. Sobald sich abzeichnet, dass der Törn an einem anderen Platz als dem Vertragshafen beendet werden muss, ist der Vercharterer unverzüglich zu benachrichtigen. Der Charterer verpflichtet sich in diesem Fall, bei dem Hausboot zu bleiben, bis der Vercharterer das Hausboot übernommen hat. Das Hausboot gilt erst dann als ordnungsgemäß zurückgegeben, wenn sie im Ausgangshafen abgenommen worden ist. Der Charterer trägt die entstandenen zusätzlichen Aufwendungen und Folgekosten.
  4. Meteorologische Ereignisse, wie sie erfahrungsgemäss vorkommen können, müssen durch eine flexible Törnplanung einkalkuliert werden. Sie schließen die Forderungen nach Satz (1) nicht aus.
  5. Als Verspätung gilt ebenfalls die nach der Rückgabe benötigte Zeit für die Reparatur von Schäden, die nicht Verschleißschäden sind und nicht oder nur mangelhaft ausgeführt wurden, obwohl deren Behebung möglich war.

10. Verletzung von Vertragspflichten

  1. Bei Vertragspflichtverletzungen haftet der Charterer dem Vercharterer für alle daraus entstehenden Folgen.
  2. Soweit der Vercharterer für vom Charterer zu vertretende Handlungen oder Unterlassungen von Dritten haftbar gemacht wird, stellt er den Vercharterer von allen rechtlichen Folgen frei. Der Charterer hat ein Verschulden seines Schiffsführers in gleichem Umfang zu vertreten, wie eigenes Verschulden.

11. Reklamationen

  1. Reklamationen müssen bis 14 Tage nach Rückgabe des Hausbootes schriftlich, per Einschreiben an den Vercharterer gerichtet werden.

12. Rechtsgrundlage und Gerichtsstand

  1. Es gilt das Recht der BRD. Sollte ein Teil dieses Vertrages unwirksam sein oder werden, so werden davon die übrigen Bestimmungen nicht berührt.
  2. Gerichtsstand ist Potsdam.